| 9. Mai - Etappe 8 |
| Geschrieben von: Dan |
| Montag, 11. Mai 2009 um 08:04 |
Die nach Chemie stinkende Desinfektionslacke durchfahren und vor räudigen Gebäuden stehen bleiben. Die Bürokratie startet, wir füllen Zettel aus und laufen zwischen den Posten hin und her, zahlen umgerechnet US 160,- pro Bus wovon ca. € 30-50,- "verschwinden" dürften, das ist billig! Ebenfalls finden wir einen Aufkleber der Allgäu-Orient 2006, den wir sofort mit einem Steiermark-Herz reparieren. Nach 3 Stunden sind wir drüber, die Angst im Militärkonvoi durchs Land geschliffen zu werden war umsonst und wir befahren syrischen Boden. Syrien ist verglichen mit der Türkei harmlos, es gibt kaum Diebstähle und Überfälle auf Touristen sind quasi unbekannt, sofern man sich nicht in religiösen Fragen mit der Bevölkerung anlegt. Wir sind gespannt!
In Homs nehmen wir die falsche Abzweigung und fahren durch den "Acient Market": schreiende Marktleute die von Pferdefuhrwerken Ware verkaufen, engste Gassen voller Menschen, Gewürze werden auf alten Waagen gewogen - es wird hart und laut verhandelt. Dazwischen finden begeisterte Verkäufer Zeit uns Früchte durch die Scheibe zu schenken - kein Touristenbasar wie in Istanbul! Wir fragen uns durch und klappen die Spiegel zurück um durch die Gassen zu passen, jeder den wir fragen kann englisch und ist irrsinnig freundlich, zeigt uns den Weg Richtung Palmyra - die Oasenstadt, und wir verlassen die Zivilisation: Wüste erwartet uns. Erst noch felsig wird es sandiger, dazwischen sehen wir einen Sandsturm und viel vieeel Gegend. 200 km durch die immer sandiger werdende Wüste in der wir einen Foto und barfuss-Stop einlegen, echte Sanddünen zwischen unseren Zehen, es hat 25 °C.
Leider könnt ihr das Alles im Blog nicht rechtzeitig lesen, in Syrien spreizt sich das Versenden von MMS, aus denen der arme Prediger mit eigenen EDV-Händen kunstvoll und formvollendet im Schweiße seines Angesichts unseren tollen Blog formt, aber das klappt schon noch, ich hoffe ihr verzeiht uns derweil. Hier gehts zur Bilderserie 2009_05_09 Einreise Syrien - Homs - Palmyra |
Die nach Chemie stinkende Desinfektionslacke durchfahren und vor räudigen Gebäuden stehen bleiben. Die Bürokratie startet, wir füllen Zettel aus und laufen zwischen den Posten hin und her, zahlen umgerechnet US 160,- pro Bus wovon ca. € 30-50,- "verschwinden" dürften, das ist billig! Ebenfalls finden wir einen Aufkleber der Allgäu-Orient 2006, den wir sofort mit einem Steiermark-Herz reparieren. Nach 3 Stunden sind wir drüber, die Angst im Militärkonvoi durchs Land geschliffen zu werden war umsonst und wir befahren syrischen Boden. Syrien ist verglichen mit der Türkei harmlos, es gibt kaum Diebstähle und Überfälle auf Touristen sind quasi unbekannt, sofern man sich nicht in religiösen Fragen mit der Bevölkerung anlegt. Wir sind gespannt!
Syrien ist arm aber schön, an der Küste finden sich einfache Häuser, es ist grün und wie in Serbien, Bulgarien oder in der Türkei. Doch in den Vorstädten stehen die Schilfhütten armer Leute die Essen anbieten. Auch mit Straßenverkehrsordnung ist Schluss, Polizei sonnt sich nur oder regelt den Verkehr an Ampelgeregelten Kreuzungen. Oft sieht man Militär. Homosexualität ist verboten, was mir mit wegen meinem rosa Klappsessel natürlich Angst macht. Tomaten aus Syrien: wir haben sie gesehen, alles voller Gewächshäuser, dazwischen Zeltstädte für die armen Arbeiter, inklusive den üblichen Ziegenherden.
Palmyra - eine riesige Ruinenstadt dient als Pforte zur jetzigen Stadt, unsere Aufgabe: "Kathans Garden". Kathan hat einen wunderschönen Garten, den es zu finden gilt, wir finden ihn, verfolgt von Touristenschneppern die uns teure Tücher verkaufen wollen. Inmitten der dicht mit Palmen bewachsenden Oase findet sich eine Parzelle mit Strohbungalow, 1001 Nacht. Viele Teams chillen hier bereits. Es gibt wunderbaren Tee, Oliven in süß und pikant und einen relativ riskanten Aussichtsturm! Rauf! Von dort machen wir als Aufgabe ein Foto. Kathan bekommt wieder ein Steiermark-Herzerl verpasst! Er verlangt nichts für die Bewirtung, wir hinterlassen trotzdem ein paar syrian Pounds (ca. 65 syr. Pfund = €1). Seinem Tipp folgend suchen wir einen nahen Campingplatz "Al Baider" auf, US$ 5,- für Platz und Dusche, der Besitzer hat sogar echtes Bier in der hinteren Kühlschrankreihe versteckt. Na dann: Shisha starten und mit den anderen Teams am Platz den Abend bestreiten. Morgen werden wir Palmyra besichtigen und uns Richtung Damaskus aufmachen, zur nächsten Aufgabe!