| 7. Mai - Etappe 6 |
| Geschrieben von: Dan |
| Donnerstag, 07. Mai 2009 um 16:38 |
TÜRKEI - 6. Renntag Natürlich weiß keiner genau wohin, so kommt es zu interessanten Verkehrsmanövern, sofern das Zusammenbleiben von 3 Fahrzeugen im Stadtverkehr nicht schon interessant genug ist. Zu erwähnen bleiben weggeräumte (!) Verkehrsabsperrungen, zwischen Hauptwegen, kirschgrüne Ampeln und der Verlust eines Taxispiegels auf den ich nicht näher eingehen will :) bis wir um 08:45 Uhr endlich auf der Fähre stehen und unsere Fotoaufgabe "Gruppenfoto auf der Fähre" erledigen und die Fahrt genießen.
Wie immer fahren wir unsere 90-100 km/h, außer wenn's bergauf geht, dann entschleunigen wir zwangsläufig schon mal auf 70-80 km/h. Für die Cacher unter den Lesern: bis auf Serbien haben wir bis jetzt in jedem Land einen gefunden. Nach unserer Pause werden die Straßen um einiges schlechter - die Geschwindigkeit bleibt gleich :-), wir fügen 2 Straßenhütchen unserer Stricherlliste hinzu! diese befindet sich übrigens außen auf den Bustüren mit Lackstift geschrieben, wie alle relevanten Informationen die es gilt festzuhalten. Daneben inzwischen Unterschriften und Glückwünsche beinahe jeden Landes das durchfahren wurde: Deutschland / Österreich / Italien / Slowenien / Kroatien / Serbien / Bulgarien / Ungarn / Griechenland / Türkei ! es fehlen uns noch Syrien und Jordanien um die Runde zu komplettieren. NachtragAnkara ist nicht viel kleiner als Istanbul, und nicht viel unkomplizierter. In Marmak parken wir inmitten von Otobüsli (Autobussen) und versuchen uns zu orientieren und eine Karte von Ankara aufzutreiben. ½ Stunde später ist um uns ein Menschenauflauf, einer will Geld, der nächste Marihuana und noch einer will mitfahren - OK (zum mitfahren). Der Einzige der gebrochen englisch kann und versteht wohin wir wollen: Atatürkâ€ÂÂMausoleum (Allah sei dank haben wir das selbst gewusst). Rasant geht es durch den dichten Verkehr, der Türke redet und deutet ununterbrochen, schnell parken um 17:30 Uhr auf dem Gehsteig und ab durch die Absperrung, NEIN - geschlossen um 16:30 Uhr, offen wieder morgen um 09:00 sagt uns der bestimmte, in Anzug gekleidete Soldat am Eingang. Wir reden in englisch und deutsch auf ihn ein, der Türke den wir mitnahmen in türkisch - es hilft nix, auch sein Commander lehnt ab. Wenige Teams hatten Glück schnell genug gewesen zu sein. Gut, vielleicht gibt's wenigstens Teilpunkte für das Foto aus der Ferne. Kaeferili (oder wie der Türke heißt) lassen wir wieder raus an einem Punkt seiner Wahl und machen uns trotzdem gut gelaunt auf den Weg nach Kappadokien: Ankara - Kirikkale - Keskin - Kirsehir - Nevsehi - Göreme Spät Nacht fahren wir die bergige Straße ins Göreme Tal hinab und stehen plötzlich vor einem Naturwunder: Felswände mit Höhlen, abstrakte Steingebilde in unglaublicher Vielzahl, ein Phallus nach dem Anderem lässt uns hier klein vorkommen. Häuser sind im und in den Fels gebaut, Fenster schauen aus Felswänden und alles ist in der Finsternis gold beleuchtet - Willkommen in Kappadokien. Gleich am Anfang des Ortes ein Schild: Göreme Panorama Camping - schnell rein, kommt schon ein kleiner Türke raus, wir fragen "Dusche?" er sagt "Dus" - paaast. 20 Lira pro Bus - das sind keine €10,- und wir parken mit Traumpanorama auf den Terrassen, neben einem holländischen S-LKW "Camper" und suchen runter zur "Dus". Die ist super, es gibt Tropfsteine an der niedrigen Decke und eiskaltes Wasser, dass es wärmer wird merken wir erst beim abspülen ?, super Flair! |
Um halb 7 geht's los mit aufstehen um die heutige Prüfung zu absolvieren, die "Istanbul Innenstadt Aufgabe" Zwischen 07:00 und 10:00 Uhr müssen wir an einer Kontrollstelle an der Hafenmauer sein, dort holen wir uns unseren Zeitstempel, dann sofort weiter in den Stadtkern vor die blaue Moschee, doert bekommen wir den 2. Zeitstempel und suchen unseren letzten Weg in Istanbul zu einer Autofähre in den asiatischen Teil.
Sobald angekommen geht es auf unserer bereits bekannten D100 wieder weiter Richtung Ankara - dem heutigem Tagesziel. Nach langen Strecken im Stadt- und dann im Industriegebiet kommen wir vor Izmir in ein Hafengebiet wo wir Zeuge eines seltsamen Unfalls werden: ein Fels rollt von einer Baustelle die Böschung herunter auf die Straße, schlitzt einem entgegenkommenden LKW den Tank auf, dieser ergießt seinen gewaltigen Inhalt sofort auf die ganze Straße. Diesel ist rutschig und Stefan landet im Graben - gesperrte Hinterachse, wir danken dir dass du den KramBus wieder rausgeholt hast. Mich macht noch einen 90 ° Drift mit dem PistenBulli drüber, was die LKW-Fahrer staunen lässt, nur unsere türkischen Sava-Reifen am RaketenBus scheint der Diesel kalt zu lassen. Nach einer weiteren Stunde Fahrt die 50% des Teams im schlafenden Zustand verbracht haben, pausieren wir in der türkischen Einöde und kochen was Feines, und denken an unsere Lieben daheim, schöne Grüße und Mahlzeit.