3. Mai - Etappe 2
Geschrieben von: Dan   
Sonntag, 03. Mai 2009 um 19:03

SLOWENIEN - 2. Renntag

Wahnsinn - 08:00, ein Arbeitskollege weckt uns, er hat in Hartberg Rennteams gesichtet, das bedeutet nur eines: Aufstehen! Leichter gesagt als getan, der abendlich gewählte Parkplatz hat einen Vorteil: die Geschäfte sperren gerade auf, das gibt Gelegenheit sich in arabischer Schrift zu üben. Beim starken slowenischen Kaffee wird versucht die Schriftzeichen aus dem Roadbook auf die Postkarte für Basmah zu übertragen - mal sehen ob die jemals ankommt. Die Briefmarken treiben wir beim darauf folgendem Tankstopp auf und eine Vollbremsung beim nächsten Postkarten besiegelt vorerst unsere Herrschaft über die Postkarte - gut, wieder eine Aufgabe erledigt!

Die schwerere heute: wo treibt man Sonntags in Slowenien Notenblätter auf? Segnet den Herren sag' ich nur! Wir nehmen an einem slowenischen Gebet in der Kirche in Kranj teil, seltsamerweise denken wir alle an die Busse, aber dennoch, während wir dem Ende der Messe auflauern um den Chor zu überfallen betritt hinter uns Madame Tonecklic die Treppe zur Orgelempore - perfekt. Nach längerer Erklärung in Englisch meint sie "deutsch tu ich mir leichter" - perfekt No °2. Wir bekommen vom in Slowenien bekannten Lied "Slava" Noten, Text und Partitur (kein Auftrag da die Orgel die einzige Stimme ist). Damit im Gepäck geht es durch Slowenien, in Trojani wollten wir die legendären Riesenkrapfen verschmausen, allerdings steht man da länger an, als man nach Jordanien fährt - nix mit Krapfen Entschädigt werden wir von der ersten wirklich abenteuerlichen Straße zwischen Eisenbahn und dem Fluss Sava: schmal und landschaftlich eindrucksvoll. Am Grenzübergang Dobova rein nach Kroatien.

KROATIEN - 2. Renntag

Im Duty-Free Shop in Harmica bekommen den Stempel, auf dem steht allerdings Ljubjana! Zur Sicherheit noch einen zweiten vom Zoll bei der Einreise.
Zagreb ist größer als gedacht - bei der Kathedrale werden wir abgewisen (geschlossene Veranstaltung in der Kirche), eine Gruppe Nonnen amüsieren sich köstlich mit uns, können aber trotzdem nicht weiterhelfen (aber rot können sie werden, wie wir feststellen). Die Suche bringt uns bis zu Tihana, die im Souveniershop arbeitet und die kroatische Nationalhymne auswendig kenn. Da sie auch rasch im schreiben ist bekommen wir den Text von "Lijepa Nasa - Domovina" sogar handschriftlich, das ist doch was!
Endlich raus aus der Stadt, weiter im Norden von Kroatien, heutiges Etappenziel ist immerhin Belgrad mit einem Abstecher nach Ungarn, aber jetzt wird nahe Virovitica erstmal gekocht, hoffentlich kann ich noch was essen, nachdem ich den Text während der Fahrt durch Kroatien geschrieben habe - Mahlzeit.

Während wir essen holt die Ungarn-Delegation in Form des KramBus Grenzstempel und die ungarische Nationalhymne, allerdings keine Ahnung ob es sich dabei um Noten oder eine Partitur handelt - aber immerhin, noch ein Land.
Gegen 23:45 Uhr passieren wir unproblematisch die serbische Grenze bei Backa Palanka, nur die Flaggen müssen leider vom Dach - Stempel gab's auch, perfekt. Und das obwohl beim KramBus am Grenzposten plötzlich "Bad Boys" durchs CB schallt. Gleich darauf geht die Leerlaufregelung beim RaketenBus flöten, und stirbt somit im Leerlauf immer ab.

SERBIEN - 2. Renntag

Gleich nach der Grenze wird der weitere Weg besprochen: Novi Sad - Beograd/Belgrad - Kragujevac - Jagodina - Paracin - Zajecar - Knjazevac - Pirot - und bei Dimitrovgrad über die Grenze nach Bulgarien.
Die Nachtschicht dauert bis 00:00 Uhr und endet an einer luxuriösen Tankstelle in Begec , wo wir ehrlich wie wir sind, jeder € 4,50 für die Dusche zahlen, allerdings wieder kostenfrei im Bus nächtigen - diesmal endlich wieder nach Rosen und Veilchen duftend, versteckt zwischen Lastwagen.