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Um 07:30 Uhr klettern wir aus der heimeligen VW-Höhle ins heute wieder feuchte Allgäu-Land: 08:00 Uhr Weisswurstfrühstück im Festzelt 09:30 Uhr Startaufstellung 10:00 Uhr Start des ersten Teams
So a zünftige Weisswurscht ist net schlecht, bei dieser Gelegenheit singen wir Sura von den StyrianSpeedSisters ein Geburtstagsständchen. Das OK beginnt mit dem Programm und Bürgermeister, Polizei und TÜV kommen zu Wort, die Teams werden gleich von 2 Pfarrern gesegnet und endlich fährt das erste Team ins Zelt auf die Startrampe.
Am Rückweg zu den Bussen zeigen sich nun endlich alle teilnehmenden Teams, es dürften letztendlich an die 70-75 Teams geschafft haben, von den 88 Anmeldungen. Der TÜV Süd nimmt alle Autos vor der Einfahrt ins Zelt ab (die Prüfungsintensität richtet sich glücklicherweise nach der Prüfungsdauer: 20 Sekunden), nur bei Arabär's abenteuerlichem Käfer rutscht ihm ein "viel Spass in Österreich" heraus, aber immerhin hat er's noch rechtzeitig geschafft, nachdem er noch rasch Kotflügel aus einer Regentonne gebastelt hat. Wir starten um 10:15 Uhr nach einigen kurzen Dankesworten, aus der johlenden Menge im Festzelt und der Ausfahrt Richtung Hündle! Noch vor Einsetzen des nächsten Regens geht's per 2er Sessellift auf den 1.045m hohen Hündle und erhalten endlich - unser Roadbook
- die Rallyekamera
- ein Hörgerät das wir nach Jordanien bringen
Länderaufgaben: In jedem durchfahrenem Land gilt es folgende Aufgaben zu bewältigen: - Grenzübertritte dokumentieren lassen: In Grenzgegenden eine Bestätigung auftreiben (im Lösungsbuch)
- Gute Noten Aufgabe: Eine Note eines landestypischen Musikstücks zu organisieren, für Text und die komplette Partitur gibt's Extra-Puntke!
- Übernachtungsaufgabe: Nächtigungen fotodokumentarisch festhalten und Zahlbelege (< €10,-) erbringen
- Tagebuch: unseres gibt's online, Besonderheiten tragen wir darin mit ein.
- Schatten fürs Kamel: den Baum bis nach Jordanien am Leben zu erhalten, um ihn dort zu pflanzen
- Kinderpaket: die Spielsachen für die Kinder ebenfalls bis nach Jordanien schaffen, um sie dort in Heimen und Camps abzugeben
Roadbook-Aufgaben der ersten Etappe: - "Hündlefoto" Teamfoto am Hündle (schnell erledigt)
- Aufgabe "hört hört": das Hörgerät vom Team Lauschangriff nach Jordanien bringen (dauert noch an)
- "Grüße für Prinzessin Basmah aus!": Eine Postkarte auftreiben, mit der Adresse der Prinzessin versehen (natürlich in arabischer Zeichenschrift und abschicken
Na dann los! DEUTSCHLAND - 1. Renntag Vom Hündle geht's Richtung Immenstadt zurück, das Feld ist noch dicht gedrängt, in Nesselwang wagen wir uns an die Länderaufgabe für Deutschland. Beim planlosen durchfahren in Nesselwang springen uns Musikanten ins Auge - wie praktisch! Nach kurzer Erklärung erhalten wir von Max mit der Posaune das Notenblatt für das Deutschlandlied und die Bayrische Landeshymne - er erklärt uns auch was eine Partitur ist: alle Stimmen auf einem Blatt, für z.B. den Dirigenten, schwer aufzutreiben. Das ist jedenfalls dem nachsichtigen Lächeln zu entnehmen das wir für die Frage "hast' eine mit?" erhalten ;-). Text fehlt auch noch, deshalb folgen wir dem Tipp, dass in der Kirche gerade Proben stattfinden und haben das Vergnügen den Proben zu lauschen bis Zeit für unser Anliegen ist. Partitur konnten wir diesmal keine auftreiben, aber ein echter Bayer hat den Text dabei, geschafft! Prinzessin Basmah's Karte nicht vergessen, Stefan hat einen schönen Bücherladen ausgekundschaftet und schon eine Postkarte gesponsort bekommen (Joga für Kühe: Stalltür öffnen), an Briefmarken denkt natürlich keiner, aber dafür haben wir die Grenzbestätigung für Deutschland in der Tasche - Nesselwang ist grenznah! Die Hochzeitsgäste waren froh, als unsere professionellen Rennbusse das Feld (vor der Kirche) wieder verließen - in Richtung Österreich! ÖSTERREICH - 1. Renntag Da die Grenzen offen sind keine Chance auf Stempel an der Grenze - aber in Weißhaus nach dem Grenzübergang Füssen gleich erledigt. In Matrei den nächsten Halt eingelegt - rein ins erstbeste Hotel ist unsere Verzweiflungstat tatsächlich mit Glück gesegnet Wir bekommen nach erfolglosem Rufversuch des Musikvereinobmannes den Namen des Hotels wo der Chef vom Schützenverein Matrei aufhältig sein soll - dort erfahren wir wiederum er ist bei den Vorbereitungen zum Maifest und machen uns mit der Wegbeschreibung auf. Die Handbremse vom PistenBulli lässt auf dem steilen, nennen wir es "Parkplatz" zu wünschen übrig, der RaketenBus hilft aus, was doch einige verwunderte Blicke auf sich zieht, besonders nachdem der Gang drinnen bleibt und die mobile Handbremse gleich voll zum Zug kommt ;-) Die Vorbereitungen zum Fest scheinen hinter verschlossener Tür zu passieren, allerdings locken uns Posaunentöne zu einem Fenster, das wir sofort beklopfen. Günther von der lokalen Musikkapelle öffnet uns und versorgt uns mit Allem was wir benötigen: Kaffee und, viel wichtiger, dem Notenblatt, dem Text und, tatsächlich, die komplette Partitur von der Tiroler Landeshymne! Danke! Weiter Richtung Innsbruck nutzt Stefan jede Pause zum Kupplungsleitung entlüften - inzwischen könnte er damit bei der DTM in der Boxengasse auftrumpfen. ITALIEN - 1. Renntag Den Brennerpass gut überstanden und mit landschaftlichen Eindrücken im Kopf holen wir uns in Brennero die Grenzbestätigung für Italien. Offensichtlich hat Arabär mit dem Speedster-Käfer die erste Österreich-Etappe ohne Polizeikontakt überstanden. Nachdem uns Thomas, ein musikbegeisteter Tierarzt (das war jedenfalls die Ausrede für die Gummistiefel ;-), mit Nabucco - Noten, Partitur und Text! gesegnet hat, findet sich das Arabär-Team im Rückspiegel. Das Team nimmt bald einen anderen Weg - unserer geht wieder nach Österreich. In Sillian, hinter der Grenze in Osttirol bekommen wir von einem bereits informierten Tankwart den nächsten Grenzübertrittsstempel. Langsam wird es Abend und wir wollen heute noch ein hehres Ziel erreichen: Ljubjana / Slowenien. ÖSTERREICH - 1. Renntag Osttirol und Kärntendurchfahrt steht am Programm, technisch kaum herausfordernd - umso mehr Zeit für Blödheiten über unsere CB-Funkgeräte die wir nicht in Gold aufwiegen können (Danke CB Freak, Alfa Romeo und Vladimir und an www.cb-funk.at), auch wenn der Wackelkontakt im PistenBulli Mich und Maischt wahnsinnig macht, fällt aber nicht auf :) Einen anderen Weg hätten wir vielleicht auch wenn wir den Wurzenpass schon gekannt hätten. RaketenBus tut sich noch "leicht" - mit 40 km/h in die unglaubliche Steigung, KramBus hat ein kurzes Getriebe, geht auch, PistenBulli hat bereits im ersten Gang bei heißen 20 km/h zu kämpfen, dann kommt erst das wirklich steile Stück. Knapp an der Kippgrenze halten wir die Fußmatten fest. Lustig war's jedenfalls, und Österreich lassen wir nun endgültig hinter uns. SLOWENIEN - 1. Renntag In's erste Dörflein nach der Grenze, Kranjska Gora, fallen wir ein und finden ein Hotel mit Licht. Zuerst skeptisch, dann vollauf begeistert gibt uns die Dame vom Hotel Vitranc den ersehnten Stempel für die Grenzübertrittsaufgabe. Nach langer Nachtfahrt campieren wir kurz vor Ljubjana in Kranj hinter dem Interspar auf dem Parkplatz - Gute Nacht. |