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Datenauszug mit freundlichern Genehmigung von www.allgaeu-orient.de : Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt, die Old- und Youngtimerrallye vom Allgäu in den Orient startet am 2.Mai 2009 zum vierten Mal in Oberstaufen. Sie ist auch 2009 die Low Budget Rallye für Leute, die das kalkulierbare Abenteuer wünschen. Sie ist eine preiswerte Alternative zur fertig gemachten Paris-Dakar für gute Menschen, die wenig positiv verrückt sind und starke Teams. Die Allgäu-Orient-Rallye soll Spass und Freude bringen. So nebenher dient sie zur Volkerverständigung, zum Kontakt mit anderen Kulturen und am Schluß bleibt sogar noch was für einen guten Zweck. Sie wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmer wirklich "eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt" bescheren. Wegen diesen Zielen hat die Allgäu-Orient-Rallye schon seit Jahren einen ganz besonderen Partner gefunden, der zwar kein Geld, aber dafür einen guten Namen mit guten Verbindungen hat: DIE VEREINTEN NATIONEN mit ihrem World Food Programm WFP. - Idee und Hintergründe der Rallye
Angefangen hat alles mit einer Schnapsidee! Eine zahlbares Abenteuer mit kalkulierbaren Risiken für positiv verrückte Menschen sollte es werden: Die Antwort auf Paris Dakar. Dank guten Freunden in Jordanien war das Ziel klar: Amman, weil dort tolle Menschen leben. Über den Startort wurde auch nicht lange verhandelt: Oberstaufen, weil dort die Ideengeber leben und weil dort die Gemeinde auch für ausgefallene Dinge offen ist. Sieger ist das Team, das komplett am Ziel angekommen ist und alle Aufgaben im Roadbook und die Sonderprüfungen am besten erfüllt hat. Erster Preis ist ein echtes Kamel!!!!! Das Kamel muss leider in Jordanien bleiben und kannte von den Gewinnern jederzeit besucht werden. Wie die Winner 2006, das Outlaw-Airforce-Team bitter erfahren mußte ist es nämlich wegen in Deutschland bestehenden Einfuhrbestimmungen trotz Engagement und Geld nicht moglich, ein Kamel aus Jordanien einzuführen.. Die Veranstalltung soll kein Rennen sein. Es gelten die Regeln der Straßenverkehrsordnungen. (Außer bei bestimmten Sonderprüfungen) Die Route auf dem Landweg nach Jordanien ist frei wählbar. Autobahnen und Mautstraßen, sowie Navigationssysteme sind tabu. Und übernachtet werden darf nur in mitgenommenen Zelten oder in Unterkünften, die nicht mehr als zehn Euro pro Nacht kosten. Die Spielregeln sind recht einfach, aber hart und nichts für Weicheier und Leute, die Pauschaltourismus mit alles ist geregelt suchen: - Nur Autos die mindestens 20 Jahre alt sind oder Fahrzeuge, die definitiv nicht mehr als 2000 Euronen wert sind dürfen mit.
- Ein Rallyeteam besteht aus 6 Personen und 3 Autos. Alternativ (aber nicht so perfekt) 4 Personen und 2 Autos. Es sind neu auch Kombinationen 6 Personen, 2 Autos, 2 Motorräder oder 6 Personen, 6 Motorräder oder 4 Personen 4 Motorräder möglich.
- Nicht unbedingt alle Fahrzeuge müssen in Amman ankommen, aber das Team muss gemeinsam in mindestens einem Fahrzeug ankommen.
- Es soll kein Rennen sein, sondern eine Veranstaltung nach den Regeln der Straßenverkehrsordnungen der jeweiligen Länder (Ausnahme Sonderprüfungen). Der Spaß steht im Vordergrund.
- Das Startgeld beträgt 111,11 Euro pro Teilnehmer.
- Die Fahrzeuge bleiben für einen guten Zweck in Jordanien. (Wie das mit den Autos läuft seht Ihr hier).
- Kosten wie Rückflug, Benzin, Verpflegung tragen die Teams selbst.
- Jedes Team kann sich in Abstimmung mit dem OK selbst vermarkten.
- Jeder Teilnehmer fährt auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko.
- Der Veranstalter haftet in keinem Fall.
- Hilfsprojekte Allgäu-Orient-Rallye
Nicht unbedingt, weil die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Allgäu-Orient Rallye oder das OK gute Menschen sind, haben wir uns entschlossen, den Ertrag aus den von den Rallyeteilnehmern nach dem großen Spaß nicht mehr benötigten Rallyefahrzeugen einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Da wir die Fahrzeuge aufgrund einer einmaligen Sonderregelung mit dem jordanischen Königshaus ohne die sehr teure Einfuhrtax ins Land bringen dürfen, gehen die Fahrzeuge mit dem Grenzübertritt in das Eigentum der UN-Hilfsorganisation WFP (World Food Programm) oder einer anderen vom Königshaus genehmigten gemeinnützigen Organisation über. Diese Organisation sorgt dafür, dass die Fahrzeuge als Ersatzteile in Jordanien oder in ein anderes arabisches Land verkauft werden. Der Verkauf der Fahrzeuge erfolgt -im Paket- unter Aufsicht des zuständigen Ministeriums. Die Erlöse (2006 - 60 000,-, 2007 - 40 000,- , 2008 - 80000,- ) fließen auf ein Sperrkonto des WFP. Die Gelder werden zweckgebunden unter ministerieller Aufsicht für unsere Projekte nach Projektfortschritt ausbezahlt. Diese Auszahlung läuft leider recht zäh und arabisch-bürokratisch ab. Aber immerhin wurde das Geld für den Grundstückskauf (Käserei-Hilfsprojekt für Beduinen im Dorf Al Rabiat) der nun endlich eingetragenen -Jord. Allgäu-Orient- Non Profit Gesellschaft- angewiesen. Zuerst dachten wir, dass wir mit den Geldern eine Schule in Jordanien bauen können. Wir mussten lernen, dass dies nicht funktioniert. Da spielen die jordanischen Ministerien zu stark mit. Diese wollten dann einfach jeder der Schulen in Amman im Gieskannenverfahren einen Teilbetrag geben. Da sagten wir NO. Da kam ein Regierungsprojekt, das Beduinen, die sesshaft werden wollen, in der Wüste die Grundlagen wie Wasser und Strom für eine Dorfgründung schaffen. Damit die Beduinen ihre Milch der Schafe, Ziegen und wenigen Kühe verwerten können, haben wir uns im OK entschlossen, ein ALLGÄU-ORIENT-KÄSEREI zu errichten. Diese Käserei soll später einigen armen Familien ihr Ein und Auskommen sichern. Das alles läuft in arabischen Ländern sehr langsam und zäh. Nachdem ein angelaufenes Projekt schief lief und die Gefahr bestand, dass wir das Sagen verlieren, wurde dieses gestoppt. Nun haben wir eine deutsch-jordanische Non-Profit Gesellschaft gegründet und im Wüstendorf Al Rabiat, 60 KM von Amman entfernt, mitten in der Wüste ein Grundstück für die Käserei gekauft. Dort wird die Käserei derzeit errichtet. Wenn alles glatt läuft, können Walter Hartmann und Michel Reichart nach Weihnachten 2008 die von Paradigma gesponserte Solaranlage aufbauen und gemeinsam mit der Partnerkäserei Stiefenhofen-Rutzhofen mit der Einrichtung der Käserei beginnen. Parallel wird dann die Käserausbildung hier im Allgäu laufen. Das durch die Rallyewagen eingespielte Geld dürfte für den Abschluss des Käsereiprojektes mehr als ausreichen. Das OK der Rallye bekommt in den nächsten Monaten vom World Food Programm Vorschläge für Folgeprojekte. |